Alte Bekannte, neue Gesichter – und ein hessischer Preis

Wenn «Grie Soß’» aufgetischt wird und «Ahle Worscht», wenn es «Handkäs’ mit oder ohne Musik» gibt und «Bethmännchen», aber nicht in einer Apfelweinkneipe, sondern in einem Kino – dann ist es Zeit für den Hessischen Kabarettpreis. Um diesen Preis auszuloben, haben sich im vergangenen Jahr drei hessische Kleinkunstbühnen zusammengetan: die Kulturscheune oder „KuSch“ in Mittelhessen, der „Fresche Keller“ in Oberhessen und das „Piazza“ in Nordhessen.

Die zweite Auflage des Hessischen Kabarettpreises richtet der Fresche Keller, gemeinsam mit dem Kronberger Kulturkreis, aus. Die Kronberger Lichtspiele in der Friedrich-Ebert-Straße 1 dienen in diesem Jahr als Austragungsort. Näher können Kabarettfreunde den Teilnehmern und Preisträgern wohl kaum kommen als im kuscheligen Kinosaal.

Am Wettbewerbsabend treten vier Kabarettisten auf und präsentieren einen halbstündigen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm. Nominiert sind: der Kabarettist und Schauspieler Aydın Işık, Autor und Poetry-Slammer Julian Heun, das Musikkabarett-Duo Lieblingsfarbe Schokolade und Klavierkabarettist Matthias Reuter. Sie treten am Mittwoch, 25. April gegeneinander an. Anschließend stimmt das Publikum ab – und vergibt damit den «Handkäs’ mit oder ohne Musik». Gleichzeitig tagt die Jury – und entscheidet so über die «Bethmännchen».

Einen Tag später, am Donnerstag, 26. April wird dann der Hessische Kabarettpreis verliehen –  in den vier Kategorien Förderpreis, Ehrenpreis, Jurypreis und Publikumspreis. Zwei der Preisträger stehen bereits jetzt fest: Die «Ahle Worscht», den Ehrenpreis zum Hessischen Kabarettpreis 2018, erhält Max Uthoff, den Förderpreis «Grie Soß’» nimmt Lisa Eckhart entgegen. Sie präsentieren, ebenso wie die beiden am Vortag ermittelten Träger des Publikums- und des Jurypreises, einen Ausschnitt aus ihren aktuellen Programmen.

Allen vier Sparten des Hessischen Kabarettpreises ist zweierlei gemein: Jeder Preisträger erhält eine Metallskulptur aus der Werkstatt der Wetterauer Künstlerin Ulrike Obenauer – und ein Preisgeld von 3.000 Euro. Ermöglicht wird dies durch die Sparda-Bank Hessen eG, die aus Mitteln des Gewinn-Sparvereins den Wettbewerb finanziell unterstützt.

Veröffentlicht in Blog von Michael Glebocki.