Auf ein Neues!

Auch 2020 bespielen wir den Alten Dorfladen von Wallernhausen.

Stefan Waghubinger: <br>„Jetzt hätten die guten Tage kommen können“

Stefan Waghubinger:
„Jetzt hätten die guten Tage kommen können“

In seinem dritten Soloprogramm hat es Waghubinger ganz nach oben geschafft. Auf dem Dachboden der Garage seiner Eltern sucht er eine leere Schachtel und findet den, der er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist. Es wird also eng zwischen zerbrechlichen Wünschen und zerbrochenen Blumentöpfen, zumal da noch die Führer der großen Weltreligionen und ein Eichhörnchen auftauchen. 90 Minuten glänzende Unterhaltung trotz verstaubter Oberflächen. Aber Vorsicht, zwischen den morschen Brettern geht es in die Tiefe.

„Es ist tieftraurig und zugleich zum Brüllen komisch, banal und zugleich verblüffend geistreich, zynisch und zugleich warmherzig. Vor allem aber ist es eins: verdammt gut.” Böblinger Bote

„Federleicht und geschliffen Es gibt nur wenige Kabarettisten, die es mit Waghubingers Formulierungskunst aufnehmen können- und es gibt nur ganz wenige Kollegen, bei denen geschliffenen Texte so federleicht durch den Saal schweben.”
Allgemeine Zeitung Mainz

„Plötzlich hat man keinen Boden mehr unten den Füßen, und dann hat man Angst ohne Grund.” (aus: „Jetzt hätten die guten Tage kommen können”)

Karten für Freitag, 19. Juni 2020

Mathias Tretter und Sven Kemmler:
„Schottenabend – Zwei Stunden mit nichts drunter“

Zwei Männer, zwei Röcke und ein entzückendes, karo-ummanteltes Geheimnis: Stuart Kemmler und Malcolm Tretter reisen seit 2010 kraft ihres selbstverliehenen Amtes als Kulturbotschafter des schottischen Robert-Louis-Burns-Instituts in Aberglenkirkmuir durch Deutschland, um den Ungläubigen endlich das bessere Großbritannien nahezubringen.

Viele Ignoranten möchten die Briten eher heute als morgen aus der Europäischen Union werfen – aus purer Unkenntnis, so Kemmler und Tretter. Denn das Bild der Insel wird hierzulande fälschlicherweise noch immer von England bestimmt, diesem dunklen, zurecht vergessenen Teil der Insel, der wie ein Sack essigschwerer Fish & Chips am hellen Norden hängt:

Scotland, das Wales unter den irischen Cornwalls der Trinker, herrliches Land der saftigen Weiden und des wärmenden Whiskys, der Highlands und Heilgetränke, der Kelten und Keltereien, der Schlachten und Schlachtschüsseln, der beinfreien Männer und betrunkenen Lämmer, der Quartalssäufer und Gelegenheitsköhler, und natürlich – der Frauen. „Lassies“ werden sie im Land der lauschigen Lochs genannt – und auch dieses Missverständnis werden Kemmler und Tretter ein für allemal ausräumen: Schottinnen mögen ähnlich sprechen wie der Collie aus der Fernsehserie, aber sie vertragen das Hundertfache.

Kurz: Ein Abend mit Ethnologie und Ethanol, Sex, Drogen und Rock ohne Roll. Nacktbeiniger als eine Misswahl, billiger als die Volkshochschule, teurer als die EU – und garantiert mit nix drunter!

Karten für Freitag, 26. Juni 2020
Mathias Tretter und Sven Kemmler:<br>„Schottenabend – Zwei Stunden mit nichts drunter“
Mike & Aydin:<br>„UN – Unvereinte Nationen“

Mike & Aydin:
„UN – Unvereinte Nationen“

Das neue Bühnenprogramm des preisgekrönten Kabarettduos Mike & Aydin (u.a. Melsunger Kabarettpreis, Silberner Paderborner Einohr): Nach dem das Brexit-Opfer (der Brite) und der Problemdeutsche (türkischer Herkunft) mit ihrem ersten Bühnenprogramm “Nord-Süd-Gefälle” die Unterschiede der Nord- und Südeuropäer gnadenlos auseinandergenommen und ihr Programm auch international aufgeführt haben (Schottland, Schweiz, Österreich, Istanbul, Niederbayern), ist nun die Weltpolitik dran.

In einer Zeit, in der eine unüberlegt geschriebene Twitter-Nachricht eines Präsidenten mit einem undefinierbaren toten Tier auf dem Kopf einen Atomkrieg auslösen kann, diskutieren die beiden selbsternannten Politikwissenschaftler mit Unterhaltungshintergrund über die UN, eine Versammlung von 193 Ländern, die nur noch damit beschäftigt sind, sich gegenseitig zu schaden. Dabei lassen Mike & Aydin auch Politiker zu Wort kommen, die wir zu Unrecht (!) verurteilen: Trump, Putin, Kim Jong-Un, Erdogan und sogar Christian Lindner. Dabei sind sie politisch wieder so unkorrekt, dass jedem Grünen-Politiker beim Zuhören die Luft weg bleibt.

Noch nie waren Klischees so lustig!

Karten für Samstag, 11. Juli 2020

Severin Groebner: „Gut möglich“

„Meine Zukunft ist so problematisch, daß sie mich selbst zu interessieren anfängt“ schrieb Greorg Büchner 1835. Zwei Jahre später war er tot.

Merke: Die Beschäftigung mit der Zukunft ist ein gefährliches Geschäft.

Severin Groebner aber, die Wiener Kassandra aus dem Gemeindebau, der Theresias unter den Exilösterreichern, das austriakische Orakel mit Vibrationshintergrund (er fährt viel Bahn) wirft unerschrocken einen Blick nach vorn. Ins Ungewisse. Was kommt, was geht und was wird gehen? Und was wird uns auf die Nerven gehen?
Fünfmal schaut er ins Futur und findet sich in unterschiedlichen Situationen wieder: Bankrott, berühmt, bescheuert, bekehrt und beerdigt. Fünf Möglichkeiten über die Zukunft und wie sie für uns werden könnte. Groebner wirft eine kabarettistische Zeitmaschine an und nimmt uns mit auf eine Reise ins Mögliche. Und wen trifft man dort? Klimawandel, Krieg, Kollektive, Kontinentaldrift oder Kunstinstallationen? Oder drei Meter große Ameisen, die sich von Plastik ernähren? Oder doch wieder nur uns selbst – nur älter.

Kommen Sie und schauen Sie mit Severin Groebner in die Zukunft. Oder anders gesagt: Bleiben wir realistisch und erwarten wir das Unmögliche.

Karten für Samstag, 1. August 2020
Severin Groebner: „Gut möglich“
Tina Teubner:<br>„Wenn du mich verlässt, komm’ ich mit“

Tina Teubner:
„Wenn du mich verlässt, komm’ ich mit“

Tina Teubner, begnadete Komikerin, überirdische Musikerin, Kernkompetenz auf dem Gebiet des autoritären Liebesliedes, hat die Erziehung ihres Mannes erfolgreich abgeschlossen und sucht nach neuen Herausforderungen.

Die Grenzen zwischen „privat“ und „politisch“ sind nicht mehr aufrecht zu erhalten. Die Welt brennt: Tina wagt den Blick ins Innerste. Mit ihrer rasiermesserscharfen Intelligenz, ihrem unwiderstehlichen Humor und ihrer weltumfassenden Herzenswärme scheucht sie ihr Publikum auf: Nicht kratzen. Waschen.

Tolstoi schreibt: „Alle wollen die Welt verändern, niemand sich selbst.“ Wie wäre es mit folgendem Geschäftsmodell: Tina verändert die Welt, Ben muss an sich arbeiten, und das Publikum darf dabei zugucken.

„Tina Teubner war, ist und bleibt die aufregendste, nachhaltigste und unterhaltsamste Frau der deutschen Kleinkunstszene.“ (HSA)

Zwei Stunden Tina Teubner sind so schön wie die erste Liebe und so wirksam wie zwei Jahre Couch. Hingehen!

Karten für Samstag, 22. August 2020

HG.Butzko:
„Aber witzig.“
Das neue Programm

Es gibt ja Kabarett und es gibt Kabarett mit HG.Butzko. Das ist schon auch irgendwie Kabarett, aber irgendwie ist es auch ein bisschen anders. Denn was HG. Butzko macht ist eine brüllend komische und bisweilen besinnliche Mischung aus Infotainment, schnoddrigen Gags, Frontalunterricht und pointierter Nachdenklichkeit. Und getreu dem Motto: „logisch statt ideologisch“ hat Butzko dabei einen ganz eigenen, preisgekrönten Stil entwickelt, den die Presse mal als „Kumpelkabarett“ bezeichnet hat, und mit dem er in Hinter- und Abgründe blickt und die großen Themen der Welt so beleuchtet, als würden sie „umme Ecke“ stattfinden. In seinem inzwischen 11. Programm „aber witzig“ spürt Butzko dem Irrsinn nach, der mit der postdemokratischen Zeitenwende einhergeht. Alle reden vom meteorologischen Klimawandel, dabei ist die gesellschaftliche Großwetterlage mit „Heiter bis Wolkig“ ebenfalls nicht mehr zutreffend beschrieben. Immer öfter pendeln die Debatten zwischen unterkühlt und überhitzt, geraten die mentalen Tiefausläufer unter zerebralen Hochdruckeinfluss, und das Grollen nach dem Blitzlichtgewitter ist oft nur die Echokammer des Gezwitschers, und es war von Twitter und nicht die Lerche, die eben jetzt das bange Ohr durchdrang.

Was aber ist der Anstieg des Meeresspiegels in der realen Welt, verglichen mit der Überflutung an Reizen und Daten im Digitalen? Was nützt die künstliche Intelligenz, wenn die menschliche Dummheit zeitgleich mitwächst? Es scheint, je mehr wir uns im Virtuellen rumtreiben, umso mehr bringt uns das Treibhaus Erde zurück auf den Boden der Tatsachen. Und dass die Aufmerksamkeitsspanne inzwischen nur noch 280 Zeichen umfasst, ist ein Umstand, den es allerdings schon früher hätte geben müssen. Was wäre uns dann alles erspart geblieben? Die Bibel, Karl Marx und das neue Kabarettprogramm von HG. Butzko. Und das ist dann allerdings auch schon wieder „aber witzig“.

Karten für Samstag, 29. August 2020
HG.Butzko: <br>„Aber witzig.“<br>Das neue Programm

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